Donnerstag, 2. Januar 2014

Mens - erster Zyklus mit Tasse

So. Ein kleiner "Erlebnis- und Erfahrungsbericht" von meiner ersten Mens mit Tasse. Im Vorhinein: Ich schreibe einige Sachen deutlich. Mehr oder weniger, denke ich, die erste Variante war wesentlich deutlicher ;)
Vielleicht ist das ja eine kleine Hilfe für die, die über eine Anschaffung nachdenken. *chrchrch*


Erster Tag:
Reinfriemeln gestaltet sich schwierig.
Sehr viel schwieriger als gedacht! Rein, raus, bööööööp.
Stiel ein bisschen abgeschnippelt, das Reststück tut immer noch weh - und zwar wie! Schaut außerdem etwas raus - AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUA!
Also, wieder raus. Da ist der Stiel wirklich praktisch, aber er macht aua. Also ab damit.
Bekomme die Tasse trotzdem nicht gescheit rein, der Sitz ist besch...euert.

Schließlich liege ich halbnackt auf dem Bett, in der einen Hand eine Tube Gleitgel, in der anderen das Stück Silikon - was nach einem echt heißen Abend klingt, war leider genau das nicht.
Irgendwann war das Tässchen dann endlich drin.
Meine Vagina hat zwischendurch etwas gekrampft - göttinseidank nur die Beckenbodenmuskeln und nicht der Uterus, also kleinere "Sitztnichtrichtig" Zuckungen.


Zweiter Tag:
Sie will raus. Oder muss ausgeleert werden. Oder sitzt einfach nicht richtig.
Egal. Raus.
 Also, ab ins Bad. Die Tube Gleitgel gleich mit.
War gut.
Das "Rumgebohre" kenn ich von anderen Situationen .... aber in angenehmer O.o 
Nach sehr viel "So? Da? Jetzt?`So richtig? Wie denn höllenocheins???"
 Schließlich ziehe ich am Rand heraus und scheiße drauf, ob ich jetzt vielleicht den Boden voll blute oder nicht.
Ging aber nichts daneben.
Danach muss ich am Geburtssyndrom gelitten habe, denn trotz des Theaters habe ich sie wieder eingesetzt >.<

Einige Stunden später.
Ich fühle etwas. Iiiiiin meinem Slip.
Zeit die Tasse noch mal auszuleeren.
Leichter gesagt, als getan. Mal wieder.
Viel Rumgepfriemel, viel "NIEEEEMALSWIEDERICHRAAAAAAAASTEGLEICHAUS!!!". Richtig viel hin und her.
Schließlich habe ich mir wieder den Rand geschnappt und wieder daran gezogen - es ging etwas daneben, aber nur "innen" ;) Also keine Schlachtfest im Badezimmer.
Uuuuuuuund wieder das Geburtssyndrom.
Allerdings habe ich sie diesmal nicht gefaltet, sondern zusammengedreht.
Rein ging also auf jeden Fall diesmal leichter und besser.
Ich habe jetzt den ungefähren Sitz raus, weiß nur noch nicht, ob mein Köroer sich mal daran gewöhnt - oder ich ans rausholen O.o An anderen Orten als zu Hause kann ich mir das noch nicht vorstellen!

Zwischenfazit:
So viel Gleitgel habe ich in zwei Tagen noch nie verbraucht!!!
Naja, die Tube hat ja sowieso ein Verfallsdatum...


Dritter Tag:
Rausholen klappt schon besser. Immer noch ein heiden (;)) Act, aber... es wird besser.
Von dem vielen Verdrehen schmerzt meine rechte Hand. Echt unangenehm. Besonders auf der Arbeit.
Aber es ist gut, dass ich auf besagter Arbeit nicht den ständigen Drang verspüre, ständig auf die Toilette zu huschen und nach meinem Tampon zu sehen.
Keine halbtrockenen Tampons rausziehen zu müssen, ist auch super, das hatte ich ja früher viel zu oft.
Zum Einsetzen drehe ich die Tasse inzwischen ein, gefaltet geht sie zu früh auf und das justieren ist - gelinde gesagt - kotzbrockig.


Vierter Tag:
Erst Mittag wieder ausgeleert.
Angenehm.
Rausholen hat diesmal keine gefühlte halbe Stunde gedauert, sondern nur ein paar Augenblicke - nur immer noch mit Gleitgel. Und an den Unterdruck werde ich mich auch nicht gewöhnen - will ich auch nicht! Autsch. Mittlerweile kann ich auch meine Beckenbodenmuskulatur sehr gut unterstützend einsetzen, nice :D
Da ich bisher noch keine Erfahrung damit habe, lege ich jetzt mal eine "Tassenfreie Zeit" ein,  mit Tampons könnte ich das besser abschätzen, wie weit ich in meiner Mens bin, mal schaun.

 Nächstes Zwischenfazit:
Das  Durchbeißen hat sich definitiv gelohnt!
Ich stehe noch ganz am Anfang der Erfahrungen, das ist sicher. Ich bin alles andere als sicher im Umgang, aber ich harre der Dinge. Als Experiment sind 20-30€ sicher eine Menge, ich weiß nicht, ob ich das auch gezahlt hätte, wenn ich von den Startschwierigkeiten gewusst hätte.
Wenn frau keine Angst davor hat, mit ihrer Mens sehr, sehr, wirklich sehr nahe in Kontakt zu kommen und sich - gezwungenermaßen - umfassend mit Geruch, Aussehen, Konsistenz etc zu beschäftigen, dann ist das eine sehr gute Alternative zu Tampons und Binden.
Tatsächlicherweise würde ich mal sagen, dass es wesentlich Geruchsärmer ist, als bei den beiden letztgenannten.


Das wäre es zunächst einmal, noch Fragen?! ;)
Liebe Grüße
Terrane

Kommentare:

  1. *lach* Ich kringel mich gerade vor Lachen, sehr schön geschrieben ;) Ich kenn das alles nur zu gut, genau so ging es mir auch eine ganze Weile.
    Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und finde es viiiiiel angenehmer als Binden und Tampons. Mag es nicht mehr missen, es lohnt sich durchzuhalten!

    Beste Grüße,

    Kivi

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  2. xDD
    hab auch eine und mir ging es irgenwie ähnlich . Ich mag die Tasse eigentlich gerne aber wenn ich sehr starke unterleib schmerzen habe mag ich sie irgendwie nicht ^^

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